Unterstütze uns! Spende jetzt!

Thema des Monats/Treffen/2011-12-14

Aus PiratenWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche


Zurück zu Thema des Monats

Thema des Monats Dezember: Kinder und Jugend

Bereits in den beiden vergangenen Monaten veranstalteten die PIRATEN Brandenburg Diskussionsabende im Rahmen des “Thema des Monats“. Der Oktober wurde dabei unter das große Thema “Bürgerbeteiligung“, der November unter das Thema “Bürgerbeteiligung und Wahlrecht” gestellt. An diesen Diskussionsrunden beteiligten sich jeweils etwa 20 Piraten und weitere Interessierte. Sie tauschten sich über bereits beschlossene Positionen der PIRATEN Brandenburg aus und zeigten aktuelle Problemlagen und Lösungsmöglichkeiten auf. Gemeinsam wurden Ansatzpunkte zur programmatischen Weiterentwicklung herausgearbeitet.

Dies ist auch das Ziel der Diskussion im neuen Monat: Der Dezember 2011 wird nun unter das große Thema “Kinder und Jugend” gestellt. Die PIRATEN Brandenburg haben hier bei vergangenen Parteitagen bereits einige Positionen beschlossen, die es nun weiterzuentwickeln gilt. Beispielsweise sprach sich der Landesverband für die Bereitstellung kostenfreier Plätze in Kindertagesstätten aus, da der Besuch von vorschulischen Einrichtungen einen wichtigen Beitrag dazu leistet, dass Kinder in der Grundschule leichter lernen und sich besser in einer Gruppe zurechtfinden. Somit erhalten alle Kinder, unabhängig von ihrem familiären und gesellschaftlichen Hintergrund, möglichst gleiche Voraussetzungen für ihren weiteren Lebensweg. Gleichzeitig können Kindertagesstätten maßgeblich zur Entlastung berufstätiger Eltern beitragen und es manchen Eltern überhaupt erst ermöglichen, einen Beruf auszuüben. Darüber hinaus machen sich die PIRATEN Brandenburg für eine familienfreundliche Ganztagesbetreuung an Schulen und die Einführung gesunder und vollwertiger Schulspeisungen an allen Kindertagesstätten und Schulen stark.

Jugendliche müssen in unserer Gesellschaft die Möglichkeit erhalten, zu eigenverantwortlichen Persönlichkeiten heranzuwachsen, die in der Lage sind, gesellschaftliche Sachverhalte kritisch zu hinterfragen und ihren Lebensweg zunehmend eigenverantwortlich zu bestimmen. Hierzu sind vom Staat die Grundlagen zu schaffen. Dazu ist es auch notwendig, ihnen verstärkt Beteiligungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Ein Wahlrecht ab 16 Jahren ist eine erste Möglichkeit, die es umzusetzen gilt.

Es ist Aufgabe der Politik – und somit auch unsere Aufgabe – zu diesen und weiteren Themen die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Der Abend kann und soll deshalb auch dazu genutzt werden, um weiterführende Themenstellungen – beispielsweise Belange des Jugendschutzes und insbesondere die Verbesserung der Zukunftschancen der Jugend im Land Brandenburg – zu diskutieren. Wir laden daher alle Interessierte – sowohl Piraten aus dem Land Brandenburg, als auch Piraten aus anderen Ländern, Sympathisanten und Interessierte – zu einem spannenden Diskussionsabend am Mittwoch, den 14.12.2011 ab 20:00 Uhr, ein. Stattfinden wird dieses Treffen online auf dem Mumble-Server mumble.piratenbrandenburg.de. Wir sind gespannt auf zahlreiche Erfahrungsberichte und freuen uns auf vielfältige Diskussionen!


Ort & Datum

Ansprechpartner

Teilnehmer

vorl. TO

  • Jugendbetreuung (Jugendclubs, Angebote)
  • Kinderbetreuung (KiTas, Krippen, sonstige Angebote) Öffnungszeiten KITA/Hort vs. Arbeitszeiten der Eltern
  • Freizeitbeschäftigungen (Möglichkeiten kommunal / regional)
  • Beteiligungs- und Mitmachmöglichkeiten (Kinder-, Schüler-, Jugend-Parlamente, Wahlrecht?)
  • Erziehung (?)
  • Bildung (?)
  • Probleme im Land Brandenburg (Flächenland / Landflucht)


Protokoll

  • Begrüßung durch Micha
  • Heiko: für Jugendliche nach Schule sehr wenig Angebote vorhanden (keine Arbeitsgruppen zu akzeptablen Preis / Jugendclubs ohne "sinnvoller" Beschäftigungsmöglichkeiten) -> Alternative: sie sind auf der Straße
  • oder keine Jugendclubs / Angebote vorhanden
  • Landflucht "hätte" was mit Internet zu tun
  • toka: aktuelle Politik unterstützt Landflucht: Beispiel: Kürzungen für freie Schulen
  • Landespolitik hat vor Projekte (wie freie Schulen), die mitunter auf ländlichen Gebieten die Leute binden/halten möchte, Mittel zu kürzen
  • Regionale Wachstumskerne (RWKs) sind ein Beispiel dafür, wie versucht wird Einwohner "wegzuziehen"
  • anstelle RWKs kleinere regionale/kommunale Betriebe zu stärken und nicht ausbluten zu lassen
  • auf dem Land fehlen Jobs
  • Widerspruch: den Leuten fehlt Geld
  • Geldproblem: fehlende Transfers in das Umland - stattdessen Stärkung zB der RWKs
  • Aspekte neben Geld:
  • Ehrenamt sollte gestärkt werden
  • Gefühl für Miteinander sollte gestärkt werden


  • Mobbing in der Schule
  • Schulen bei Vorfällen nur am Vertuschen
  • Mangelnde Korrespondens zwischen Schulen und Eltern, bei Anfragen der Eltern wird man abgewimmelt und teilweise auch beschimpft. Zusagen der Lehrer sind meist nur heiße Luft.
  • Zu hohe Anzahl der Schüler in einer Klasse. (Bsp. 23Jungs + 5Mädchen)

großes Problem ist sicher auch der Alkohol im Jugendclub und die fehlende Kontrolle. weiterhin fehlt den Schulkindern die Zeit um an AG´s teilzunehmen da durch Schließung von Schulen im Ort nun der Bus in z.B. 17km Entferrnung zum Gymnasium genommen werden muß; Start früh 6:40Uhr, Rückkehr im Schnitt gegen 15.30Uhr,dann noch Hausaufgaben,lernen etc - keine Chance sich da noch irgendwo einzubringen :-( Lehrer-Kollegium unterbesetzt, viele Freistunden, Vertretungen mit "Beschäftigungsaufgaben" um die Zeit totzuschlagen. lapidare Aussage dazu: " wir bekommen keine Lehrer mehr", kann man als "Eltern" nicht nachvollziehen. großes Problem sind doch überall die Vorgaben bezüglich Klassenstärke,da gingen doch die Forderungen jahrelang nach oben, wer keine Schüler hatte wurde geschlossen;basta!


  • toka: Jugendproblematik nur Unterpunkt genereller Problematik, dass die Teilhabe an Gesellschaft hauptsächlich ökonomisch vermittelt ist, die Ökonomie aber keine Menschen mehr braucht. Alternative dazu könnten Commons-bildende Aktivitäten sein.
  • ggf. Fehler, dass Bildung nicht Zweck von später Geld verdienen ist, sondern Wissensgesellschaft / eigene Erfüllung
  • derzeit muss Geld vorhanden sein, um sich zu ernähren -> Bildung
  • Nauen hat demnächst 190 Schüler zu viel (Zuzug) und keine Schulen dafür


  • Alternative: Schulen zurück vor Ort, wenn es begründet werden kann (Auslastung / Bedingungen vor Ort / Fahrtzeiten der Schüler)
  • derzeit hat man dafür gesorgt, dass Eltern mit Kindern umziehen, um zB. nahe der Schule zu sein
  • toka: Spannend wären doch Fragen, was Piraten jetzt schon anstoßen können, ohne bereits die Macht übernommen zu haben ;-)
  • Eine Software erstellen worin die Lehrer und Schulen den Eltern informationen über Hausaufgaben, Aktionen, zusätzliche Aufgaben, Probleme zur Verfügung stellen können.

Es gibt Online die Möglichkeit den Vertretungsplan einzusehen, aber ich komme nicht an die erteilten Hausaufgaben ran die meinen Kindern in der Schule aufgegeben wurden. Ich habe mit Lehrern telefoniert, die waren begeistert, aber es hapert an der Umsetzung, dabei würde ein einfaches PHP-Forum bereits ausreichen. Leider taugt Software ja nichts, die nicht Unsummen kostet. einfaches CMS sollte m.E. reichen, Klar aber die Schulen sollten es endlich mal machen! +1

  • toka: schau mal kahnacademy.org, da wird so etwas aufgebaut, allerdings erst einmal englischsprachig, die software ist opensource
  • Eine weitere Möglichkeit wäre einen Katalog (evtl. auch Online) zu erstellen, in dem sich Schüler über Freizeitmöglichkeiten in Ihrer Stadt informieren können.

Speziell eine Auflistung ALLER Sportvereine mit Sportarten und Ansprechpartnern. Das gleiche gilt für Musikschulen, Tanzvereinen u.s.w. Denn selbst in einer Stadt wie Eisenhüttenstadt, sind die Sportvereine kaum bekannt. Es sollte ebenfalls darüber informiert werden wie sich Beihilfen für Beiträge beantragen lassen, das ist viel schwerer als man sich vorstellen kann. Einen sollchen Katalog sollten wir jeder Schule und Einrichtung zur Verfügung stellen, ich denke dadurch kann man doppelt so viele Kinder wie bisher in Vereine bringen.

  • toka: Alternative wäre auch ein Flexibleres System zur Schulgründung / Einrichtung, Stichwort "Homeschooling"
  • bedingt Internet zB. für leichteres Verteilen von "Lehrerressourcen"
  • großes Problem: Schulen werden "betriebswirtschaftlich" betrieben
  • große Klassen sind nicht generell ein Problem der Schulgröße: es gibt kein Geld für mehr Lehrer
  • denke eher das mit Absicht nicht mehr Geld zur Verfügung gestellt wird
  • auch nicht für notwendige Ausgaben für z.B. IT (Beamer etc.)

geht es denn wirklich nicht mehr ohne Beamer in der Schule? Nö, ist aber genauso praktisch wie Whiteboard, wenn man es bedienen kann. Vorteil vom Beamer ist das man die Folie(n) nur einmal vorbereiten muss und dann unbegrenzt nutzen kann, zudem lassen sich Änderungen leichter einpflegen ging beim Polylux aber auch easy mit dem Stift,und in ähnlicher Bauweise gibt es die ja noch ja musst aber immer neu machen

Aber Whiteboardkosten vs.Beamer?! Wenn sich elearning durschetzen sollte, wird bald noch die letzte Schule dicht machen! Es gibts zum Beispiel in der Wirtschaft Firmen die ganze Trainingscenter dicht gemacht haben und nur noch online mit einem Lehrer unterrichten; Jobs und Attraktivität futsch -> ist doch gut


  • toka: schaut euch mal als Beispiel für neue ELearning-Strukturen die www.khanacademy.org an
  • Studiengebühren
  • genormt sollen die Leute vom "Band" laufen


Konsens?: mehr Geld in die Bildung

Kann man sich hier in Brandenburg an Norwegen orientieren ? Das ist auch ein wenig bevölkertes Land.

Welche Ansätze gibt es im Bereich Kinderbetreuung / Aktivitätsmöglichkeiten ? -> Frage besser definieren ...

  • wichtig: Individualität der Kinder (des Menschen) erkennen und fördern

Thema: Inklusion, so nicht möglich, dazu müssen Klassen kleiner werden und zuätzliches gut ausgebildes Personal eingestellt werden

  • wird missbraucht um Stellen aufzulösen


  • Krippen, KiTas, Schulen, Horte, Jugendclubs sind Bildungseinrichtungen.
  • Bildung hat oberste Priorität im Haushalt
  • Staat / Land soll aktiv Bildungspluralität fördern.
  • Eltern/Kinder sollen selbst über ihre Bildungsstandards entscheiden können
  • Try/Error approach muss für Bildung möglich sein, nicht nur Expertenvorgaben
  • wenn, dann müssen Expertenvorgaben mit "Betroffenen" abgestimmt werden

Schulbesuch alternativer Schulen muss zu gleichen Konditionen wie den staatlichen möglich sein.

  • Jugendliche einladen, über ihre Wahrnehmung von Bildung und ihre Wünsche zu berichten.
  • Thema besser vorbereiten
  • Politischen Geschäftsführer einladen :)

Termin und Thema für das nächste Thema des Monats - Kinder/Jugend/Bildung

  • Termin-Vorschlag: Mittwoch 11.01. 20:00 Uhr

Audioaufzeichnung

http://audio.piratenbrandenburg.de/tdm.html