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Thema des Monats/Treffen/2012-11-09

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Zukunft der Landwirtschaft in Brandenburg

In den vergangenen Monaten beschäftigten sich die PIRATEN Brandenburg im Rahmen der Diskussionsrunde “Thema des Monats” unter anderem mit den Themen “Demographische Entwicklung im Land Brandenburg” und “Wirtschaftsstandorte im Land Brandenburg“. Im Monat November beschäftigt sich die Piratenpartei Brandenburg mit dem Thema “Zukunft der Landwirtschaft in Brandenburg”. Die Landwirtschaft spielt in strukturschwachen Regionen wie Brandenburg eine große Rolle. Sie prägt maßgeblich das ländliche Erscheinungsbild und ist als Wirtschaftsfaktor sehr bedeutsam.

Die PIRATEN Brandenburg vertreten die Ansicht, dass nur eine nachhaltige Landwirtschaft der gesellschaftlichen Verantwortung und den damit verbundenen Anforderungen gerecht werden kann. Es gilt eine verantwortungsbewusste und ressourcenschonende Landwirtschaft, die gesunde Produkte hervorbringt und den Landwirten ein faires Einkommen verschafft, zu unterstützen. Im Rahmen der Diskussionsrunde kann beispielsweise die Kleinteiligkeit landwirtschaftlicher Betriebe im Gegensatz zu Groß-Betrieben, der biologische Anbau im Gegensatz zu Chemikalienunterstütztem Anbau oder die zukünftige EU-Förderung diskutiert werden.

Wir laden daher alle Interessierten – sowohl Piraten aus dem Land Brandenburg, als auch Piraten aus anderen Ländern und Sympathisanten – zu einem Diskussionsabend zum Thema “Zukunft der Landwirtschaft in Brandenburg” ein. Stattfinden wird dieses Treffen am 9. November 2012 ab 20:00 Uhr online auf dem Mumble-Server mumble.piratenbrandenburg.de. Wir sind gespannt auf vielfältige und interessante Diskussionen.


Ort & Datum

Ansprechpartner

Teilnehmer

...

Tagesordnung

  • Begrüßung
  • Abstimmung über die Aufzeichnung
  • Einführungsvortrag
  • Diskussion
  • Wahl des nächsten Themas und nächster Termin
  • Ende

Diskussionsvorschläge

Ralf (hätte gern teilgenommen, war aber bis 19.15 in der LGS): Ist-Stand der Strukturen in Brandenburg aus wiss. Sicht:

Hier auch der Agrarbericht 2012 der Landesregierung aus deren Sicht.


Protokoll

Begrüßung

Abstimmung über die Aufzeichnung

Es darf aufgezeichnet werden.

Einführungsvortrag

Links zu den Anträgen der AG Landwirtschaft: https://landwirtschaft.piratenpad.de/107

Keine Gentechnik in der Landwirtschaft

Antrag zum Grundsatzprogramm: http://wiki.piratenpartei.de/Antrag:Bundesparteitag_2012.2/Antragsportal/PA084

Stärkung der Landwirtschaft

Positionspapier: http://wiki.piratenpartei.de/Antrag:Bundesparteitag_2012.2/Antragsportal/P011

Anträge zum Wahlprogramm

Charta von Florenz http://wiki.piratenpartei.de/Antrag:Bundesparteitag_2012.2/Antragsportal/PA085

Natürliche Ressourcen http://wiki.piratenpartei.de/Antrag:Bundesparteitag_2012.2/Antragsportal/PA088

Keine industrielle Tierproduktion http://wiki.piratenpartei.de/Antrag:Bundesparteitag_2012.2/Antragsportal/PA086

Agrarsubventionen http://wiki.piratenpartei.de/Antrag:Bundesparteitag_2012.2/Antragsportal/PA082

Gemeinsamer Antrag mehrerer AGs (sog. Schulterschluss-Antrag) http://wiki.piratenpartei.de/Antrag:Bundesparteitag_2012.2/Antragsportal/PA188

Am 15.11. werden die Anträge im Dicken Engel vorgestellt.

Diskussion

(Protokoll nicht ganz vollständig, siehe Aufzeichnung)

  • Großmastbetriebe: Unterschied ob ein Investor oder ein Landwirt dahintersteckt.
  • Investitionsrenditen und Wirtschaftlichkeit
  • In Brandenburg gibt es teilweise ein Zwischending aus Investoren und Landwirten. genossenschaftliche Bewirtschaftung von riesigen Feldern.
  • Besondere Situation in Brandenburg: riesige Felder der ehem. LPGs
  • aktuell Preise so günstig, dass sich erst große Felder lohnen.
  • Möglichkeit Ziele zu verlagern? Keine reine Gewinnwirtschaft mehr, hin zu einer ökologischen Landwirtschaft, mehr Subventionenen nicht mehr zwanglsäufig bei mehr Land, keine Agrarsubventionen ohne Gegenleistung (Klima, Umwelt...)?

Anreize für Flächenverwendungen vor dem Hintergrund des Nutzens der Fläche für die Gesellschaft bzw. Umwelt.

  • Was würde passieren, wenn es garkeine Subventionen in der Landwirtschaft gäbe? Großbetriebe haben den größeren Anteil an Subventionen, generell würden für Betriebe etwa 50% der Einkommen wegfallen. Aber für viele kleine wären die Subventionen evtl. Existenzbedrohend. Würden die Preise dann aber ansteigen, könnten sich kleine Betriebe evtl auch ohne Subventionen halten.
  • Ab wann gilt ein Betrieb als Großbetrieb? Hängt auch von den Produkten ab.
  • Problematik der Böden: Wegen der großen Flächen teilweise verschiedene Böden auf einer Parzelle. Probleme der Pflege,Pflanzenschutzmaßnahmen etc. (Auswertung über entsprechende Technik).
  • der Problematik kann evtl. durch Fruchtfolgen entgegenwirken. (Leguminosen, aber evtl. Probleme für die Wasserbetriebe, sobald diese in den Boden gebracht werden)

Problematik Biogasanlagen; Hier entstehen künstlich Anbauflächen, die sich sonst nicht lohnen würden und bei denen die Flächen sehr intensiv bewirtschaftet werden, wodurch die Flächen extem verdichtet werden.

Unterschied der Subventionierung bei Grün- und Ackerland, wodurch Landwirte viel mehr Flächen umbrochen haben, nur um die Subventionen einstreichen zu können, was ökologisch ebenfalls kontraproduktiv war.

Problematik Stickstoffeintrag; Auf der einen Seite soll der Pflanzenkultur möglichst viel Stickstoff zur Verfügung stehen. Wird jedoch mehr Dünger ausbegracht als von der Pflanzenkultur aufgenommen werden kann, so wird der restliche Stickstoff in die Umwelt ausgeschwemmt und gelangt in die Gewässer. Die Düngungsverordnung verpflichtet Landwirte dazu, zu Bilanzieren, wie viel Ertrag welchem Düngereinsatz gegenüber steht. Allerdings gibt es hier "Schlupflöcher" die sich nicht kontrollieren lassen.

  • Problem in Brandenburg Nitratwerte im Trinkwasser (bis ca. 30mg/l)

Brandenburgisches Wahlprogramm 2014 der PIRATEN zum Thema: http://www.piratenbrandenburg.de/politik/wahlprogramm/umwelt-und-naturpolitik/

  • Spekulation mit Land: Problem
  • Je mehr Wertpapiere an Wert verlieren umso mehr müssen große Aktiengesellschaft ihr Kapital rausziehen. Beim Land hingegen bleib Wert erhalten. Lohnendes Geschäft (Gold als Alternative zu teuer.) Land wird teurer. Großes Problem z.B. für Pachtbetriebe, diese können dann gegenüber den Großgrundbetrieben nicht mithalten.
  • Wie kann man den Folgen unvorhersehbaren Wetterereignissen vorbeugen? (Wenns nicht Gentechnik sein soll ;-) )
  • Aquaponik eine Option? http://wiki.piratenpartei.de/aquaponik
  • Wird im Ausland teilweise bereits wirtschaftlich Betrieben (z.B. USA, Canada, Indonesien)

Pilotprojekt in Berlin (http://www.ecf-center.de/)

  • Wenig Fläche, Ertrag bei warmen Anlagen (ca. 26 Grad) 5-6mal höher (einfache Fläche), Fläche mehrfach nutzbar + mehrere Etagen möglich (Stichwort: Vertical Gardening)
  • Es gibt auch Außenanlagen, deren Ertag liegt jedoch wesentlich niedriger (Kaltanlage statt Warmanlage)
  • Frage nach den Energiekosten: hängt von der Art des Gewächshauses ab. Gibt Gewächshäuser, die mittlerweile recht wenig Energiebenötigen. Außerdem kann aus dem System wieder Wärme erzeugt werden (Kompostierung, kleine Biogasanlage..)
  • Baukosten vergleichbar mit Kultur in Hydrokulturanlagen (Gewächshaus-Anbau)
  • Großbetriebe: Problematik muss Regional gelöst werden, auch Akzeptanz in Bevölkerung, historische Entwicklung etc. ist zu berücksichtigen.

Wahl des nächsten Themas und nächster Termin

  • laut Umfrage sind an der Reihe:
  • Politik für Kinder und Jugendliche (Schülerparlamente etc.) (22,38%)
  • Subventionen und Richtung der Wirtschaftspolitik (22,38%)

Meinungsbild: für die Kinder

  • nächstes Thema: Politik für Kinder und Jugendliche (Schülerparlamente etc.)
  • übernächstes Thema: Subventionen und Richtung der Wirtschaftspolitik
  • Nächster Termin: jeden 2. Freitag im Monat
  • Freitag, 14.12.2012 20Uhr

Nachträgliche Ergänzungen der Teilnehmer

Audioaufzeichnung

http://audio.piratenbrandenburg.de/tdm.html